Am 6. Juni 2026 feierte eine absolute Kultstätte des deutschen Fußballs ihren 100. Geburtstag: die Kampfbahn Rote Erde.
Während nebenan im Westfalenstadion die modernen Rädchen des Millionenbusiness greifen, steht die Rote Erde seit genau einem Jahrhundert als steinernes Denkmal für pure, ungefilterte Fußballromantik. Für uns ist dieser Ort weit mehr als nur eine veraltete Tribüne mit Laufbahn – sie ist die Wiege unserer schwarz-gelben Identität.
Vom Prunkbau zur BVB-Heimat
Als die Kampfbahn am 6. Juni 1926 eingeweiht wurde, ging es sportlich noch vielseitiger zu. Turnfeste, Leichtathletik und Boxkämpfe prägten die Anfangstage. Erst 1937 zog Borussia Dortmund fest in das Stadion ein, nachdem die Weiße Wiese dem Ausbau der Hoesch-Werke weichen musste.
In den 1950er- und 1960er-Jahren wurde die Rote Erde zur schwarzgelben Festung. Hier wurde das Fundament für die frühen Meisterschaften und große Europapokalabende gelegt.
Der Schatten des großen Bruders
Mit dem Bau des Westfalenstadions zur Weltmeisterschaft 1974 rückte die Rote Erde sportlich in die zweite Reihe. Doch sie blieb ein besonderer Ort für Fans, die Fußball nahbar, direkt und ohne Event-Chichi erleben wollen.
Die neue Ära
Heute prägen die Borussia Dortmund Amateure und die BVB-Frauen diesen historischen Ort. Gerade die Frauenmannschaften bringen Werte zurück, für die die Rote Erde seit Jahrzehnten steht: Leidenschaft, Nahbarkeit und die pure Lust am Spiel.
100 Jahre und mehr
100 Jahre Rote Erde bedeuten 100 Jahre Triumphe, Tränen, Aufstiege und vor allem Gemeinschaft. Solange hier der Ball rollt, bleibt ein Stück Dortmunder Fußballseele lebendig.